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Der Ursprung Josef Berceck und Bernd Kröll - Die Gründer


Das erste Vereinswappen.


Josef Bercek - schrieb die Rödgener
Fußballgeschichte entscheidend mit.


Bernd Kröll - Begründer der Abt. Fussball.

Als vor sechs Jahren ein Freundschaftsspiel zwischen der Soma der SGO Bad Nauheim und einer Auswahl an Fußballern, die der Glaubensgemeinschaft "Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage" den sogenannten "Mormonen" stattfand, konnte noch niemand ahnen, was sich aus diesem Spiel entwickeln würde.

Bernd Kröll hatte dieses Spiel organisiert und hatte dabei schon die vage Idee im Hinterkopf, seinen Glaubenskollegen das Schicksal ersparen zu wollen, dass sie auf ihr liebstes Hobby verzichten müssen, weil ihr Glauben ihnen das Fußballspielen an Sonntagen nicht gestattet. Durch die Zusage des Kreisfußballausschusses nicht am Sonntag spielen zu müssen, war der Weg frei, um diesen Plan umzusetzen. Bernd Kröll sprach die Verantwortlichen seines damaligen Heimatvereins der SGO Bad Nauheim an. Es wurde schnell Einigung darüber erzielt, eine eigenständige dritte Mannschaft zum Spielbetrieb in der B-Liga 2 anzumelden.

Als Trainer dieser dritten Mannschaft wurde Bernd Krölls langjähriger Vereinskollege Josef Bercek gewonnen. In einer sehr kurzen Zeitspanne wurde ein Vorbereitungsprogramm auf die Beine gestellt und Trainer Josef Bercek ging die Aufgabe an, aus der damaligen Zusammensetzung von Spielern, die zumeist keinerlei Erfahrung in Sachen Vereinsfußball mitbrachten eine Mannschaft zu formen, die in Konkurrenz gegen die ersten Mannschaften der anderen Vereine der B-Liga 2 anzutreten hatte.
Während dessen bearbeitete Bernd Kröll die organisatorische Seite der Abteilung und war dabei das Ganze auf solide Beine zu stellen.

Das erste Spiel


Das erste Mannschaftsbild mit den neuen Trikots des TSV Rödgen von 1995

Das erste Freundschaftsspiel bestritt man natürlich gegen die erste Mannschaft der SGO Bad Nauheim und die SGO lieferte sogleich auch ihren sportlichen Entwicklungshilfeanteil für die neue Mannschaft ab und "unterlag" in diesem Spiel mit 2:3.
Beim ersten Ligaspiel, das dann bemerkenswerter Weise auf dem Sportplatz in Rödgen stattfand, war der Gegner aus Groß Karben (damals gerade aus der A-Liga abgestiegen) dann zwar nicht so gnädig, aber die junge Mannschaft schlug sich dank einer sehr disziplinierten Vorstellung recht achtbar und unterlag dem Favoriten nur mit 2 : 4.
Zwar konnte diese disziplinierte taktische Marschroute nicht über die gesamte Saison eingehalten werden, aber man schaffte es immerhin, nicht als Letzter diese Saison zu beenden.

Auf Grund dieses "Erfolges" und weil das Jahr allen viel Spaßbereitet hatte, überlegten Bernd Kröll und Josef Bercek, wie man aus diesem Provisorium etwas Beständiges machen könnte, zumal sich schon während dieses ersten Jahres eine große Anzahl an Fußballern dieser Gruppe angeschlossen hatten u.a. auch Spieler die nicht der Glaubensgemeinschaft der "Mormonen" angehörten. Am Ende aller Überlegungen stand immer wieder das eine Ergebnis, das nur die Selbständigkeit und die eindeutige Zuordnung zu einem festen Standort eine Fortentwicklung möglich machen könnte. Es gab zwei Stadtteile, die keinen Fußballverein hatten: Nieder Mörlen und Rödgen. Man fragte beim TSV Rödgen vorsichtig an. Da der TSV Rödgen zu dieser Zeit dringend einen neuen Vorsitzenden suchte, wurden die Fußballer mit der Auflage aufgenommen, dass Bernd Kröll sich bereit erklärte, das Amt des 1. Vorsitzenden für den gesamten Verein zu übernehmen, womit dieser auch einverstanden war. Alle Fußballer waren sich einig, dass dieser Zusammenschluss für beide Seiten vorteilhaft sei.

Zwar war der Sportplatz in Rödgen schon durch den TSV Bad Nauheim "belegt", aber auf Grund der Tatsache, dass man Samstags spielte und dadurch auch die Trainingseinheiten nicht Dienstags und Donnerstags, sondern Montags und Mittwochs durchgeführt würden, passte diese Verbindung auch in organisatorischen Hinsicht. So hatte diese Fußballabteilung im TSV Rödgen eine Heimat gefunden und musste die Heimspiele nicht mehr auf den verschiedenen Sportplätzen der Stadt Bad Nauheim austragen.


Seit dem 22. März 1995 gibt es die Fußball-Abteilung beim
TSV Rödgen - auch Jahre später noch ein Grund zu feien!
v.l.: H. Kern, J. Bercek, M. Mielke, M. Klomann, und E. Jakob

Natürlich wurde die neue Fußballabteilung am Anfang des öfteren belächelt und man begegnete ihr auch das eine oder andere mal mit etwas Skepsis, aber der überwiegende Teil der Spieler, Schiedsrichter und der Zuschauer erkannte schnell, dass hier ein Verein seine Existenz aufbaute, der Spielern, die dem Fußballsport aus verschiedenen Gründen verlorengegangen waren oder drohten verloren zu gehen, eine Heimat bieten konnte und somit dem damals sehr akuten Fußballerschwund, wenn auch nur in kleinem Maße, entgegenwirkte. Auch die Vorurteile gegenüber den "Mormonen" und dem "Mormonenverein" wurden im Laufe der Zeit unter anderem auch dadurch abgebaut, dass deutlich wurde, dass es bei diesem Verein um nichts anderes ging, als ums Fußballspielen und das von Anfang an auch eine größere Anzahl an "Nicht-Mormonen" hier ihren Sport betrieben. Als dann auch noch einige mehr oder weniger bekannte Fußballer zum TSV Rödgen wechselten und auch dort blieben, wurde bald klar, dass das eigentliche Charakteristikum dieser Abteilung der Spaß am Fußball ist. Und diese Lockerheit sprach sich herum und zog immer mehr Spieler an, so dass der TSV Rödgen schon für die erste Saison zwei Mannschaften melden konnte. Auf dem Sportplatzgelände in Rödgen wurde ein Container aufgestellt, der als Vereinsheim dient, in dem man die Spielersitzungen abhält und bei den Heimspielen den Verkauf durchführt. Nicht zuletzt durch die reichhaltige Getränkeauswahl und die geselligen Abende erlangte der Container bald einen Kultstatus und ist mittlerweile nachdem man einige Renovierungen durchgeführt hat ein fester Bestandteil dieser "etwas anderen Fußballabteilung".


Sommer 1999: Festzelt beim von Rödgen ausgetragenen
Stadtpokal, daneben das etwas andere
Vereinsheim - der inzwischen kultige TS


v.l. oben: H. Kern, J. Bercek, B. Kröll, C. Meyer, I. Hein,
Trainer H. Michel, unten: E. Jakob, M. Klomann, S. Siehl,
S. Barwitzki, M. Kennedy, D. Hartmann

Die weitere sportliche Entwicklung stand unter dem Gesichtspunkt so viel Erfolg wie möglich zu erzielen, ohne dabei die Grundlage des Ganzen zu verlassen, nämlich den Spaß am Hobby als die wichtigste Prämisse zu erhalten und somit auch weiterhin attraktiv zu sein für Leute die sich mit den üblichen Vereinsstrukturen nicht identifizieren konnten. Die Folge war, dass sich immer wieder auch in der laufenden Runde neue Spieler dem TSV Rödgen anschlossen und zu integrieren waren. Deshalb standen die ersten Jahre unter der großen Überschrift "Aufbau Rödgen". Dieser Aufbau betraf und betrifft natürlich auch den organisatorischen Teil des Vereinslebens. So übernahmen junge und unerfahrene Spieler Aufgaben innerhalb des Vereins, in die sie erst hineinwachsen mussten, aber dies hat auch heute noch den Reiz, dass die Spieler selbst über ihre Belange bestimmen können und sich nicht einer festgefügten Struktur gegenübergestellt sehen. Jeder kann und soll sich mit Tatkraft und Ideen einbringen. So hat sich neben den üblichen Strukturen einer Fußballabteilung eine Task-Force gebildet die sich um den Unterstützerpool kümmert. Eine weitere Organisationseinheit betreut die Internetpräsenz, deren Ergebnisse jetzt, pünktlich zum Jubiläum unter www.tsvroedgen.de betrachtet werden können. Es wurde ein eigenes Lied aufgenommen und auf der TSV Rödgen CD veröffentlicht. Der Vergnügungsausschuss, der u.a. den Rahmen des vom TSV Rödgen durchgeführten Stadtpokalturniers 1999 und auch den Beitrag der Fußballabteilung zur diesjährigen Jubiläumsfeier des Gesamtvereins mitgestalte, kümmert sich um das Wohlergehen der Spieler. Daneben gibt es zahlreiche Freizeitaktivitäten zu denen auch das alljährliche Trainingslager zu zählen ist. Juli 1999: Trainingslager in der Rhön Sportlich soll es natürlich weiter aufwärts gehen, wobei man aber alles nicht so verkrampft und bierernst betrachten möchte und sich gerne an ein in der Fußballbeilage der Wetterauer Zeitung veröffentlichtes Motto erinnert, nämlich" oben mitspielen aber nicht aufsteigen". Im Oktober 1999 wurde der kreisbekannte Horst Michel neuer Trainer und löste Josef Bercek ab, welcher über 4 Jahre als Trainer tätig war. So kann zusammengefasst gesagt werden, dass die Fußballabteilung des TSV Rödgen auch in Zukunft bemüht sein wird, seinen eigenen Charakter zu pflegen und den Spaß am Fußball als zentrales Element zu behalten. Solange die Spieler diese Idee auch weiterhin umsetzen und gestalterisch am Vereinsleben teilnehmen, braucht es Abteilungsleiter Ingo Hein nicht bange sein um die Zukunft dieser etwas anderen Fußballabteilung.


v.l. oben: M. Schneider, P. Schlabitz, M. Kopp, J. Stüdemann,
I. Hein, S. Frenkel, Alex Schmitt, Trainer H. Michel,
unten: A. Palazzolo, M. Mielke, D. Kern, C. Bauer,
M. Knies, Andi Schmitt

Wir möchten uns auf diesem Wege nochmals bei allen, die direkt oder indirekt mit der Fußballabteilung des TSV Rödgen zu tun hatten, für die Unterstützung, die Fairness und die Offenheit herzlich bedanken und darauf hinweisen, dass es ohne dieses Verständnis nicht möglich gewesen wäre so weit zu kommen. Wir hoffen, dass wir auch weiterhin als ein gern gesehener Bestandteil der heimischen Fußballszene betrachtet und akzeptiert werden und werden uns bemühen, unseren Beitrag dazu auch weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten zu leisten.

TSV Rödgen - Fussballabteilung