Chronik

  • Der Verein TSV Rödgen 1961 e. V. wurde am 13. Oktober 1961 als reiner Turnverein gegründet.

    Die Turnstunden fanden in den ersten Jahren im Saalbau Schiebel in der Rödger Hauptstr. statt.

    Bald reichte der Saal in der Gaststätte Schiebel nicht mehr aus, da die Turnjugend in der Sommerzeit auch an der frischen Luft Sport treiben wollte mit Leichtathletik und Sportspielen. Man suchte ein geeignetes Gelände und pachtete von der Gemeinde Rödgen ein Wiesengrundstück am „Nahrungsberg“. Das abschüssige Gelände wurde unter Mithilfe des amerikanischen Militärs planiert und in einen Zustand versetzt, dass auf diesem Gelände sportliche Aktivitäten stattfinden konnten.

    Auf diesem Sportplatz fanden in den darauf folgenden Jahren alle Sportfeste und leichtathletischen Wettkämpfe statt. 1986 feierte man auf dem Sportplatz in einem vollen 1000-Personen-Zelt das 25-jährige Vereinsjubiläum mit Festkommers samstags, Festzug und Vorführungen sonntags und Frühschoppen und Disco montags.

    Als der Saal der Gaststätte Schiebel 1967 zu Wohnungen umgebaut wurde, kam der Turnbetrieb kurze Zeit zum Erliegen. 1969 wurde an der Wettertalschule eine neue Turnhalle gebaut. Dort fand der Verein bis heute sein neues Domizil. Das Angebot erstreckte sich auf das Kinderturnen ab 6 Jahre, Jugendturnen und Frauengymnastik.

    1978 wurde eine Jugendhandballmannschaft gegründet die aus einer weiblichen und einer männlichen Mannschaft bestand. Nach einigen Jahren mussten diese Mannschaften aus mangelndem Interesse wieder aufgelöst werden.

    Nach dem Vorstandwechsel 1981 kamen eine Kleinkinder-Turngruppe ab 3 Jahren und eine Herrengymnastik-Gruppe dazu.

    Nach der Gebietsreform 1972 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Rödgen und Wisselsheim bei der Stadt Bad Nauheim eingemeindet und somit Stadtteile der Kernstadt Bad Nauheim. Im Auseinandersetzungsvertrag mit der Stadt Bad Nauheim versprach diese, u. a. auch den Sportplatz in Rödgen für den TSV Rödgen auszubauen. Hierauf musste der Verein bis 1988 warten.

  • Nachdem nun der Sportplatz mit einer 100 m-Laufbahn, einer Kugelstoß- und Hochsprunganlage ausgestattet war, wurde auf dem Platz auch Leichtathletik betrieben. Aber auch diese Abteilung musste nach ein paar Jahren aus Mangel an geeigneten Übungsleitern aufgelöst werden.

    Ab 1983 nimmt ein Teil der Turnerinnen an allen Hessischen Landesturnfesten und Deutschen Turnfesten aktiv teil. Die Kinder fahren zu den Gaukinderturnfesten und Hessischen Landeskinderturnfesten.

    1995 schließt sich eine Fußballmannschaft dem Verein an. Die Spieler tragen ihre Ligaspiele in der Kreisklasse B, Friedberg aus. Aus Glaubensgründen eines großen Teiles der Mitglieder dürfen die Fußballspiele ausnahmsweise samstags ausgetragen werden.

    Ebenfalls in diesem Jahr kommt eine Eishockeymannschaft dazu, die durch den Vereinsanschluss

    im Eisstadion in Bad Nauheim Eiszeiten zu Trainingszwecken und Spielen eingeräumt bekommt.

    1999 dürfen die Turnerinnen erstmals zur Weltgymnaestrada fahren, die nur alle 4 Jahre stattfindet und in diesem Jahr in Göteborg/Schweden stattfindet. Ab dieser Zeit nehmen die Turnerinnen in Folge auch an den Weltgymnaestraden in Lissabon/Portugal, Dornbirn/Österreich und Lausanne/Schweiz aktiv teil. 2015 fährt die Vorführgruppe zur nächsten Weltgymnaestrada nach Helsinki/Finnland.

    2010 wird der Sportplatz in Rödgen zum 2. Mal von der Stadt Bad Nauheim umgebaut und erhält, bedingt durch das Konjunkturpaket II den modernsten Kunstrasenplatz im gesamten Wetteraukreis.

    2013 trennt man sich in gutem Einvernehmen von der Eishockeymannschaft, die in Folge ihren eigenen Verein gründet.